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Startseite > Konkurse    21.01.2010


Die grosse Pleiten-Bilanz

Das vergangene Jahr geht als das Pleiten-Jahr in die Geschichte ein. 5`152 Firmen meldeten bis zum Jahresende Konkurs an - so viele wie noch nie. Zu den grossen Verlierern zählen nebst den Gläubigern und den betroffenen Mitarbeitern die KMUs.

Sie traf die Krise besonders hart. Die Zahl der insolventen kleinen und mittelständischen Firmen, die zwischen 4 und 249 Mitarbeiter beschäftigen, explodierte im Krisenjahr 2009 regelrecht, wie der Vergleich mit den Vorjahren zeigt. In den Jahren 2004 bis 2008 war nur eines von zwanzig insolventen Unternehmen ein KMU, 2009 bereits schon jedes fünfte.

Und der Ausblick auf 2010 bleibt getrübt. Ein Ende des Firmensterbens ist trotz überstandener Rezession und einer allmählichen konjunkturellen Erholung noch nicht in Sicht. Experten zufolge dürfte die Zahl der Firmenpleiten auf hohem Niveau verharren und 2010 erstmals auch die konsumnahen Branchen erreichen.
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Pleiten-Barometer:
Wen traf es 2009? Wie sind die Perspektiven für 2010?


 Perspektiven 2010Vergleich 2009/2008
Industrie
Chemische Industrie und Pharma+ 171,4% gegenüber Vorjahr
Druck- und Verlagsgewerbe+ 37,2% gegenüber Vorjahr
Holz- und Möbelindustrie+ 3,5% gegenüber Vorjahr
Maschinenbau+ 26,4% gegenüber Vorjahr
Präzisionsinstrumente und Uhren+ 57,1% gegenüber Vorjahr
Textil- und Bekleidungsindustrie+ 25,0% gegenüber Vorjahr
 
Dienstleistungen
Immobilienmakler und -verwaltungen+ 58,3% gegenüber Vorjahr
Informatikdienstleistungen+ 31,8% gegenüber Vorjahr
Landverkehr und Logistik+ 13,7% gegenüber Vorjahr
Personalvermittlung+ 200,0% gegenüber Vorjahr
Übrige Unternehmensdienstleistungen- 5,1% gegenüber Vorjahr
Unternehmens- und Steuerberatung+ 45,7% gegenüber Vorjahr
 
Handel
Einzelhandel+ 13,8% gegenüber Vorjahr
Grosshandel+ 35,7% gegenüber Vorjahr
 
Finanzen
Finanzen und Versicherungen+ 24,1% gegenüber Vorjahr
Holding- und Investitionsgesellschaften+ 87,8% gegenüber Vorjahr
 
Gewerbe
Autogewerbe+ 23,7% gegenüber Vorjahr
Gastgewerbe+ 12,6% gegenüber Vorjahr
 
Baugewerbe
Hoch- und Tiefbau+ 23,6% gegenüber Vorjahr
Handwerk+ 5,4% gegenüber Vorjahr
 


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