Die grosse Krise auf dem Arbeitsmarkt steht noch bevor. Denn mit jedem Monat wird die Luft in den Unternehmen dünner. Was geschieht, wenn nun allmählich die Fristen für Kurzarbeit auslaufen? Folgt dann die grosse Entlassungswelle?
Nach Ausbruch der Krise im Herbst 2008 arbeiteten die Unternehmen erst ihre Aufträge und dann die Überstunden ab. Als Nächstes verhängten sie einen Einstellungsstopp und schickten Temporärmitarbeiter und befristet Beschäftigte nach Hause. Als das noch immer nicht reichte, flüchteten die Unternehmen in die staatlich subventionierte Kurzarbeit. In der aktuellen Krise erreichte die Kurzarbeit ihren Höhepunkt im Mai 2009 mit 59`914 Betroffenen. Vor einem Jahr, also im Herbst 2008, waren erst 380 Arbeitskräfte von Kurzarbeit betroffen.
Die arbeitsmarktpolitische Allzweckwaffe Kurzarbeit dient nur als Stossdämpfer, jedoch nicht als Problemlöser. Denn je länger der Aufschwung ausbleibt, desto grösser wird der Druck auf die Firmen, am Ende doch Personal abzubauen. Es ist deshalb zu befürchten, dass in der aktuellen Krise die Kurzarbeit für den Staat zum Bumerang wird und ein Grossteil der Betroffenen am Ende trotzdem in der Arbeitslosigkeit landet.
Tausende Banker mussten seit Ausbruch der Finanzkrise ihren Arbeitsplatz räumen. Was passiert nun mit den arbeitslosen Ex-Bankern? Sie sind bestens ausgebildet, haben ausgezeichnet verdient und sollen nun aufs RAV gehen und stempeln...
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