Tausende Banker mussten seit Ausbruch der Finanzkrise ihren Arbeitsplatz räumen. Was passiert nun mit den arbeitslosen Ex-Bankern? Sie sind bestens ausgebildet, haben ausgezeichnet verdient und sollen nun aufs RAV gehen und stempeln? Denn eine neue Stelle bei einer anderen Bank ist meist nicht in Sicht. Zu ausgetrocknet ist der Jobmarkt für Banker. Was jetzt? Stempeln oder den lang gehegten Wunsch der beruflichen Selbständigkeit in Angriff nehmen?
Genau dies taten viele Ex-Banker. Sie nutzten die Gunst der Stunde und machten sich selbständig. Der Grossteil von ihnen blieb der Branche treu: Sie gründeten eine Firma mit der sie vermögende Kunden beraten oder für die sie die Vermögensverwaltung übernehmen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Franz-Josef Lerdo, ehemals Vorsitzender der Geschäftsleitung der Dresdner Bank (Schweiz) AG. Sie machen dabei aus der Not eine Tugend: Da die Krise das Vertrauen in die Banken erschüttert hat, ist gerade bei den vermögenden Anlegern wieder vermehrt die unabhängige und vom Produktverkauf losgelöste Beratung gefragt. Die aktuelle Krise hat so einen regelrechten Gründungsboom entfacht: Bis im November dieses Jahres haben sich 296 ehemalige Führungskräfte von Banken selbständig gemacht - so viele wie überhaupt noch nie.
Wenn der Chefsessel zum Schleudersitz wird und die Vorgesetzten häufig wechseln, müssen die Mitarbeiter mit dem oder der Neuen klarkommen. Ob sie wollen oder nicht. Arrangieren ist angesagt. moneyhouse hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt...
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