Die Schweiz ist ein beliebtes Reiseziel, nicht nur für Touristen, sondern ganz besonders auch für ausländische Firmengründer. Und im Gegensatz zum klassischen Tourismus, floriert das Geschäft mit ausländischen Firmengründern immer noch. Keine Spur von Krise oder Rezession.
2009 wurden vier von zehn Firmen in der Schweiz von Ausländern gegründet. Der Blick aufs Podest zeigt, die Deutschen, Italiener und Franzosen lieben die Schweiz nicht nur wegen der schönen Berge und der guten Schokolade. Bei der Auswahl eines neuen Firmenstandorts stehen andere Faktoren wie die steuerliche Situation im Vordergrund.
Doch nicht nur. Dies zeigt der Blick in die zweite Ranglistenhälfte. Die Secondos - also die zweite Generation von eingewanderten Ausländern - sind besonders eifrige Firmengründer. Allen voran die Portugiesen, Türken und Ex-Jugoslawen. Sie wählen weit häufiger den Weg in die berufliche Selbständigkeit als Schweizer. Und noch erstaunlicher ist: Trotz oder gerade wegen der Krise steigt die Zahl weiter an. Denn im Gegensatz zur allgemeinen Entwicklung, gründeten Portugiesen, Türken und Ex-Jugoslawen noch mehr Firmen als im wirtschaftlichen Boomjahr 2008. Warum? Die berufliche Selbständigkeit ist für viele Ausländer die einzige Möglichkeit, sozial aufzusteigen. Und wenn man den Job verliert - wie es vielen in den vergangenen Monaten passiert ist - geht man entweder aufs RAV oder man versucht einen Neuanfang und macht sich selbständig. Viele wählen den zweiten Weg - den der beruflichen Selbständigkeit.